Achtsamkeit

Kontakt

Im Schuljahr 2021/22: Frau Hofmann 
E-Mail: hof[@]elisabethenschule.net

Patricia Wilcke
E-Mail: wk@elisabethenschule.net

AISCHU

Unsere ehemalige Kollegin Vera KaltwasserDas Projekt Achtsamkeit in der Schule (AISCHU) an der Elisabethenschule dient dem Ziel, die Selbstregulation und Beziehungsfähigkeit der Schüler zu schulen. Es integriert körperorientierte Übungen, gelenkte Imaginationen, Dialog-Übungen  und psychoedukative Elemente (z.B. zur Stressphysiologie)  in den Unterricht. Eine Studie der Hochschule Coburg von Prof. Dr. Niko Kohls konnte eine positive Wirkung des Projekts AISCHU nachweisen. Prof. Kohls sieht in der Achtsamkeit eine wichtige Methode für die Schüler, um mit der immer komplexer werdenden Welt umzugehen.

Wer mehr über das Projekt AISCHU erfahren möchte, kann das in dem Praxisbuch „Achtsamkeit in der Schule. Selbstregulation und Beziehungsfähigkeit als Basis von Bildung“ unserer ehemaligen Kollegin, Frau Vera Kaltwasser, nachlesen: ISBN 978-3-407-62977-7.

Persönlichkeitsentwicklung durch Achtsamkeit

Die positiven Wirkungen eines Achtsamkeitstrainings hinsichtlich der Aufmerksamkeitssteuerung, emotionalen Selbstregulation und Impulskontrolle sind inzwischen wissenschaftlich bewiesen. Eine wichtige Studie fand an der Elisabethenschule statt: Beforscht wurde das Konzept AISCHU (Achtsamkeit in der Schule, entwickelt von Vera Kaltwasser). (s. Artikel im Downloadbereich).

Achtsamkeitsübungen im Unterricht gehören als Teil des Curriculums "Lernen lernen" zu dem pädagogischen Konzept der Elisabethenschule.
Mit schulinternen Fortbildungen werden die Lehrerinnen und Lehrer geschult.

Unterrichtsmaterialien, die online abrufbar sind, auch für Schülerinnen und Schüler:

Im Downloadbereich können Sie sich ein Interview mit Schülerinnen und Schülern der Klasse 5d (Quelle: Hessischer Rundfunk) anhören. Sie geben Auskunft über die Wirkung von Achtsamkeitsübungen, die für sie Teil des Unterrichts sind.

Der Online-Kurs "Achtsame 8 Wochen" ist online hier zu finden: https://lernen.ave-institut.de/courses/achtsame-8-wochen

Vera Kaltwasser

Wissenschaftliche Untersuchungen

Positive Effekte von Achtsamkeit in der Schule wurden vielfältig belegt. In der neuen Studie wird das Konzept Achtsamkeit in der Schule bzgl. Stresswahrnehmung und Selbstregulationsfähigkeit von Schülerinnen und Schülern und Lehrkräften untersucht: https://link.springer.com/article/10.1007/s11553-021-00870-9

Erfahrungsbericht: Die Übungen stärken das Klassengefühl

In der aktuellen Zeitschrift PÄDAGOGIk wird das Rahmencurriculum AiSCHU - Achtsamkeit in der Schule - vorgestellt und Schülerinnen und Schüler berichten über die Wirkungen von Achtsamkeitsübungen. Hier der Erfahrungsbericht einer Schülerin von Frau Hofmann, Elisabethenschule:
"Als Schülerin weiß ich, wie es ist, im stressigen Alltag zu versinken und das Gefühl zu haben, dass alles über einem zusammenbricht. Wenn man das Idealbild verfolgt, in der Schule erfolgreich zu sein und zugleich Freundschaften und Hobbys zu pflegen, kann man schnell den Draht zu sich selbst verlieren. Daher ist es sehr wichtig, sich um sich selbst zu kümmern. Dabei können Achtsamkeitsübungen helfen. Durch sie kann man zur Ruhe kommen, um Probleme und Ängste gelassen anzugehen. Man lernt sich dabei kennen, was hilft, die eigenen Ziele und Wünsche festzulegen. Ich finde in den wenigen Minuten der Achtsamkeitsübungen einen Rückzugsort. In dieser Zeit sorge ich mich allein um mich.  Aber auch interaktive Achtsamkeitsdialoge haben mir etwas vor Augen geführt, was ich so nicht kannte. In Auseinandersetzungen mit anderen Menschen kommt es oft zu unüberlegten Aussagen, die falsch aufgefasst werden können. Die Achtsamkeitsdialoge bringen einem bei, sich über umstrittene Themen konstruktiv auszutauschen, andere Sichtweisen anzuhören und zu respektieren. Andere Meinungen können den eigenen Horizont erweitern und zum Nachdenken anregen. Zudem stärken die Übungen das Klassengefühl. Mir haben sowohl die Achtsamkeitsübungen als auch die Achtsamkeitsdialoge geholfen, mich und andere besser zu verstehen. Mich auf mich einzulassen und dabei meine Interessen, Ziele und Prinzipien nicht aus den Augen zu verlieren, ist mir wichtig und hat mir vor allem in der nervenaufreibenden Corona-Zeit geholfen, stark zu bleiben und Rückschläge zu akzeptieren, ohne an mir zu zweifeln. Ich bin dankbar, das im Unterricht gelernt zu haben, und finde, diese Übungen sollten stärker in den Schulalltag integriert werden."

Sophie, 10. Klasse
Aus PÄDAGOGIK 10/21, Seite 24, PÄDAGOGIK | BELTZ

Vortrag von Dr. Kohls und Vera Kaltwasser

zum Thema "Aufmerksamkeitssteuerung und Stressbewältigung durch Achtsamkeit"

Diese sehr gut besuchte Veranstaltung in der Aula der Elisabethenschule war der Auftakt für eine Vortragsreihe, die in lockerer Folge pädagogische Fragen zu den Bereichen Erziehung und Persönlichkeitsentwicklung beleuchtet. Für das leibliche Wohl sorgte der Förderverein der Elisabethenschule und der Elternbeirat. An dieser Stelle herzlichen Dank für das Engagement!
 
Dr. Kohls verstand es, mit seinem Vortrag die komplexen Zusammenhänge des Stressgeschehens zu erläutern und zu erklären, weshalb eine Einübung in die Haltung der Achtsamkeit dazu beiträgt, dass der Einzelne lernt, seine Impulse zu regulieren, die Aufmerksamkeit zu steuern und proaktiv mit Stressoren umzugehen. Das Programm "Achtsamkeit in der Schule" AISCHU, das V. Kaltwasser nach der Pause vorstellte, bietet den Schülerinnen und Schülern im täglichen Unterricht die Möglichkeit, ihre Aufmerksamkeit zu schulen. Forscher der Ludwig-Maximilians-Universität München haben drei fünfte Klassen der Elisabethenschule mit einer Studie begleitet, deren positive Ergebnisse hinsichtlich der Aufmerksamkeitssteuerung der Achtsamkeitsklasse Dr. Kohls vorgestellt hat.