Wissenschaft erleben

Night of Science

Bald ist es wieder soweit: die Night of Sience findet dieses Jahr am 19. Juni 2020 statt.

Die momentane Pandemie des SARS-CoV-2 Virus verhindert natürlich die übliche Version der "Night of Sience", weshalb in diesem Jahr die 15. NIGHTOFSCIENCE mit über 20 Vorträgen zum ersten mal online stattfindet. Die ganze Nacht lang können wir auf eine virtuelle Entdeckungsreise gehen und schauen, was die einzelnen MINT-Fachbereiche der Goethe-Universität zu bieten haben und viele interessanten Vorträge genießen.

Viele weitere Informationen findet man auf der Webseite der "Night of Science".

Die diesjährige Titelperson, Isaac Asimov, hätte am 2. Januar seinen hundertsten Geburtstag gefeiert. Ob er wirklich an diesem Datum Geburtstag hatte oder vielleicht schon drei Monate vorher kann man nicht mit Sicherheit sagen, aber das Leben direkt mit einem Mysterium zu beginnen, passt gut zu Isaac Asimov und seinen Werken. Nach dem Studium der Biologie und Chemie in New York City und der Aufnahme einer Dozententätigkeit für Biochemie wurde er als Science-Fiction-Autor bekannt. Am berühmtesten ist wahrscheinlich der Foundation-Zyklus, der 20.000 Jahre umfasst und von ihm über fast ein halbes Jahrhundert bis kurz vor seinem Tod an AIDS entwickelt wurde. Aus dieser stammen auch die Gesetze der Robotik.Nach Da Vinci ist er schon die zweite Leitfigur in Folge, deren Ruf überwiegend nicht klassisch naturwissenschaftlich ist. Maria Mitchell, unsere Leitfigur vor Da Vinci, hielt Phantasie jedoch für die wichtigste Eigenschaft in den Naturwissenschaften und die kann man Asimov nicht absprechen.Viele der Innovationen aus seinen Geschichten sind wahr geworden oder scheinen greifbar zu werden. Von interstellaren Reisen sind wir weit entfernt, aber Roboter und künstliche Intelligenz übernehmen immer mehr Aufgaben, ihre Ethik und Rechte werden zu relevanten Themen und SchülerInnen und Interessierte lernen in der "Night of Science" über das Internet das, was sie lernen wollen oder müssen. Auch wenn wir das bei seiner Auswahl nicht vorhersehen konnten, ist er damit doch besonders aktuell.

Dieses Jahr eröffnet Prof. Dr. Christian Buchholz mit seinem Vortrag: „Genetische Information als Arzneimittel: Erbkrankheiten, Krebs und Impfstoffe“ um 17 Uhr die diesjährige "Night of Sience". Herr Buchholz ist Forschungsgruppenleiter für Molekulare Biotechnologie und Gentherapie am Paul-Ehrlich-Institut in Langen (Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel). Sein Forschungsgebiet umfasst die Umwandlung und den Einsatz von viralen Vektoren in der molekularen Medizin. Hierzu machen er und sein Team sich die Hüllproteine von Viren zunutze. Durch die Modifizierung dieser Hüllproteine ist es möglich, dass diese Viren spezifische Oberflächenrezeptoren von Geweben erkennen, an die sie sonst nicht binden würden. Dadurch ist es möglich virale Vektoren hochspezifisch zu designen, die dann z.B. in der Krebsforschung nur bestimmte Zellen ansteuern und bestimmte Gene übertragen.

Zurück