Lesung mit Frau Lieberz-Groß

"Kindertransporte"

Am 28. Januar 2019 hat uns, die ev. (LB) und kath. (SIM) Religionskurse der E1, die Mit-Herausgeberin des Buches „Rettet wenigstens die Kinder“ besucht: Frau Till Lieberz-Groß. Die Schulbibliothek unter Leitung von Herrn Porten hat dieses Treffen ermöglicht und für viele von uns war es das erste Mal, dass wir mit dem Thema „Kindertransporte“ konfrontiert wurden. Der frisch erschienene Sammelband, der übrigens auch in der Schulbibliothek ausgeliehen werden kann, erinnert an eine außergewöhnliche Rettungsaktion:

Etwa 20.000 jüdische Kinder wurden aus Deutschland, Österreich und der Tschechoslowakei nach dem Novemberpogrom 1938 nach Großbritannien und in andere Länder gebracht und somit vor dem Holocaust gerettet. Als Vorbereitung hatten wir im Unterricht den empfehlenswerten Film „Die Rettung der Zehntausend“ gesehen. In der Lesung mit Frau Lieberz-Groß haben wir dann anhand von Dokumenten und Fotos das berührende Schicksal der jungen Lore Jacobs kennengelernt. Zuletzt haben wir noch ein Foto vor ihrem auf der Leinwand projizierten Foto gemacht, mit dem wir die über 80-jährige Lore Jacobs nach England grüßen wollen.

Es handelte sich übrigens schon um den zweiten Besuch dieser Art. Bereits eine Woche zuvor war Frau Doris Stein da und hat dem Kunst-LOK SIM die Biografie von Jenny Reich vorgestellt.

Wir bedanken uns bei Frau Lieberz-Groß für ihr Engagement und die intensiven zwei Stunden sowie bei Herrn Porten für die Idee und Organisation dieses Treffens.

Ina Maria Simon

(für die beiden Kurse, RKA und REV E1)

 

 

 

Im Folgenden können Sie ein paar Eindrücke der Schüler/innen zu diese Begegnung lesen:

 

„Mich hat beeindruckt, dass England, im Vergleich zu den anderen Ländern sehr viele Kinder aufgenommen hat. Außerdem fand ich es beeindruckend, dass die Kinder lange Zeit nichts von ihren Eltern gehört haben, da sie oftmals deportiert und dort umgebracht wurden, ohne das die Kinder das wussten.

Ich fand interessant, dass das Mädchen so tragisch aus seinem normalen Leben gerissen wurde, sie aber trotzdem in England ihr Leben sehr selbstbewusst weiterlebte.

Ich hätte gerne ein paar mehr Seiten aus dem Buch gehört, da sie teilweise auch Fakten genannt hat, die wir in der Dokumentation schon erfahren haben.

Besonders schön fand ich das Foto welches wir am Ende gemacht haben, da sich die Frau Jacobs darüber bestimmt sehr gefreut hat.“ (Leonard)

 

„Mich hat beeindruckt, dass Frau Lieberz-Groß sich für etwas einsetzt, was sie persönlich nicht betrifft.

Ich fand es bewegend, die Geschichte einer Zeitzeugin zu hören.

Ich hätte gerne noch etwas mehr über die Geschichte dieser Menschen erfahren.

Da ich mich selbst sehr für das Geschehen im 2. Weltkrieg interessiere, war es für mich durchaus sehr informativ mehr über den Kindertransport in dieser Zeit zu erfahren.“ (Vicky)

 

„Mich hat beeindruckt,dass all die Geschichten trotz der bereits vergangenen Zeit so gut nachvollziehbar und interessant vorgetragen werden konnten.

Ich fand erstaunlich, dass Lore trotz dieser Umstände und ihrer Vergangenheit sich in einem ihr völlig fremden Land durchsetzten konnte.

Ich hätte gerne von einem negativ Beispiel erfahren, da ich mir nicht vorstellen kann, dass es jedem geretteten Kind so gut ergangen ist.

Ich finde, dass die Lesung ihren Zweck voll und ganz erfüllt hat, welcher meiner Meinung nach darin bestand uns das Thema Kindertransporte näher zu bringen und finde es außerdem noch lobenswert, dass die Autorin während der Lesung Brücken in unseren Alltag geschlagen hat, wodurch uns das Thema besser erreicht hat.

Auch die Art, wie das Thema angegangen wurde, fand ich grundsätzlich zwar richtig, jedoch in unserem Fall etwas zu lang, da wir ja bereits durch den Film über Hintergrundwissen verfügten und die Erzählungen der Autorin zu Beginn nur eine - in meinen Augen - unnötige Wiederholung war; ich mir jedoch gut vorstellen kann, dass die Einleitung für weniger bis gar nicht Informierte sehr gut war.

Zu guter Letzt muss ich persönlich noch die Autorin persönlich loben, welche meine Erwartungen, die aufgrund anderer Vorlesungen an meiner vorherigen Schule nicht sehr hoch waren, um Längen übertroffen hat und mit ihrer Art zu erzählen das Thema sehr viel interessanter gemacht hat, als es der Film getan hat.“ (Miguel)

 

„Mich hat beeindruckt, dass Frau Lieberz-Groß so viel über dieses Thema wusste, ohne wirklichen Bezug dazu zu haben.

Ich fand die Texte aus dem Buch sehr spannend und ich fand es interessant, mehr über dieses Thema zu erfahren.

Ich hätte gerne mehr aus dem Buch vorgelesen bekommen, um noch einen besseren Eindruck in das Thema Kindertransporte zu erlangen.

Mir hat die Lesung sehr gefallen, da ich vorher gar nichts über dieses wichtige Thema wusste und ich fand es sehr interessant über das Leben dieser Kinder im Ausland etwas zu erfahren.“ (Martyna)

 

„Mich hat beeindruckt, dass sich Frau Lieberz-Groß mit der Thematik Kindertransporte befasst. Des Weiteren hat mich beeindruckt, dass einige Kinder, trotz der Trennung von ihren Eltern, gut zurecht gekommen sind.

Ich fand es interessant, wie viele Kinder gerettet wurden und vor allem mit wem sie dann zusammenlebten. Sie kamen in verschiedene Länder und mussten einen Neuanfang starten. Die Pflegefamilien waren häufig kinderlos und entsprechend groß war für sie die Umstellung. Mich hat überrascht, dass man lange auf die Ausreise warten musste und wie teuer es war. Es sind die armen Kinder, die nicht gerettet werden konnten.

Mich hat die Lesung etwas mitgenommen, sodass ich mich darüber mit meiner Familie ausgetauscht habe. Ich hätte gerne mehr über das Thema erfahren, weil es aufschlussreich ist und man viel darüber nachdenken kann.

So etwas passiert leider teilweise immer noch auf der Welt. Ich finde es bewundernswert, dass sich einige Menschen mit den Kindertransporten befassen, obwohl sie es nicht betrifft.“ (Anton)

 

„Mich hat beeindruckt, wie viel die „Kinder” von sich preis gegeben haben, obwohl das alles bestimmt noch sehr schmerzvoll für sie ist.
Ich fand es traurig, die verschiedenen Geschichten zu hören. Wie zum Beispiel über die drei Geschwister, die in verschiedene Länder geschickt worden sind und sich beim Wiedertreffen nicht richtig miteinander unterhalten konnten, da sie nicht mehr die selbe Sprache sprachen.
Mich hat beeindruckt, wie stark die Kinder damals gewesen sein mussten.
Ich fand die geschilderte Reise und die Vorbereitungen dafür interessant.
Ich hätte gerne mehr über die „Kinder” und ihre Familien jetzt erfahren.
Es wäre schön gewesen, wenn Frau Lieberz-Groß besser auf Fragen geantwortet hätte, statt abzuschweifen und dann schon wieder die nächste Frage drangenommen hätte.
Die verschiedenen Geschichten fand ich interessant jedoch war der Film den wir uns angeschaut haben informativer.“ (Eliza)

 

„Mich hat beeindruckt, dass Frau Lieberz-Groß sich an eine solche Arbeit gewagt hat. Es ist schön zu sehen, dass sie Wert darauf legt, dass auch jüngere, wie wir, etwas über die Vergangenheit erfahren, was man nicht im Geschichtsunterricht durchnimmt.

Ich fand es gut, dass die Vorlesung mit Bildern verbunden wurde. Man hat die Personen, um die es sich handelte, direkt vor sich gehabt. Auch die Briefe waren interessant zu begutachten.

Ich hätte gerne mehr aus dem Buch gehört, da es sehr spannend und informativ war.“ (Angelina)

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